Geschichte
Geändert am 01.04.2007 von Oliver Schütte
Am 04. Februar 1892 haben sich 35 Bürger in dem damaligen Ort Langenhagen die Freiwillige
Feuerwehr gegründet. Anlaß zur Gründung war der Brand des Pastorenhauses im Jahr 1891. Mit vereinten
Kräften der Bürger von Langenhagen wurde der Brand gelöscht. Der erste Feuerwehrhauptmann im Jahre
1892 war Louis Meinecke. Die Kleidung und die notwendigen Gerätschaften wurden zum größten Teil von
den 35 Mitgliedern selber gekauft. Dieses änderte sich erst nach der Jahrhundertwende, als die Gemeinde
nach und nach die Beschaffung von Uniformen und Geräten übernahm.
Vom 01. August 1914 bis zum 12. Januar 1919 kam der Feuerwehrdienst, bedingt durch den ersten
Weltkrieg, völlig zum Erliegen. Nach dem ersten Weltkrieg versammelten sich wieder beherzte
Feuerwehrleute, um den Dienst wieder aufzunehmen. An der Walsroder Straße wurde eine Wagenremise zum
Spritzenhaus umgebaut (heute steht dort das Gebäude der Sparkasse Hannover). Feuerwehrhauptmann
Adolf Volmer konnte in seiner Bestandsliste zwei Handdruckspritzen und diverses Schlauchmaterial
vermerken. 1921 trat an die Stelle von Adolf Volmer, der aus Altergründen ausschied, der Feuerwehrmann
Wilhem Haase. Dieser hatte das Kommando bis zum Jahre 1934. 1934 übernahm Feuerwehrhauptmann Harry
Schröder sen. das Kommando.
Auf Druck des Nazi-Regimes brachen auch für die Feuerwehr harte Zeiten an. In den Jahren 1935 bis 1938
wuchsen die Gemeinden Brink, Langenforth und Langenhagen zu einer Einheit zusammen. Auch die Feuerwehren
wurden im Zuge einer Gebietsreform zusammengelegt. Ab dem Jahre 1937 betreute Schröder die Löschverbände
Langenhagen, Godshorn und Engelbostel. Sein Nachfolger wurde Albert Gesel. Wieder wirkte sich der
zweite Weltkrieg bis in die Reihen der Feuerwehr aus. Feuerwehrkameraden mussten ihre Einsatzkleidung
mit Soldatenuniformen tauschen. Der Feuerwehrdienst kam aber nicht zum Erliegen. Die verfügbaren
Kräfte reichten aus, um die große Anzahl der Einsätze zu bewältigen. Bis zum April 1945 wurde in
Langenhagen 1.110 Mal Fliegeralarm ausgelöst. Etliche Feuerwehrkameraden sind im Krieg gefallen.
Nach 1945 normalisierte sich das Einsatzgeschehen wieder.Neuer Feuerwehrleiter wurde Ernst Karthäuser. Dieser
baute die Feuerwehr zu einer schlagkräftigen Einheit aus. Vom Nachfolger Karthäusers, Harry Schröder jun.,
wurden in den 60er Jahren folgende Fahrzeuge beschafft: zwei TLF 16, ein LF 16 und eine Drehleiter.
Schröder engagierte sich besonders für die Jugend. 1959 wurde die Jugendfeuerwehr Langenhagen gegründet.
1967 wurde Wilhelm Rust als neuer Ortsbrandmeister gewählt. Nach einer Gebietsreform von 1974
wurden die Gemeinden Godshorn, Schulenburg, Engelbostel, Kaltenweide, Krähenwinkel und Langenhagen
zusammengefasst. Die Ortsfeuerwehr Langenhagen wurde Schwerpunktfeuerwehr. Wilhelm Rust führte die
Ortsfeuerwehr bis September 1989.
Georg Künnecke wurde sein Nachfolger. Seit 1995 an leitete Harald Garlisch die Ortsfeuerwehr. In
seiner Amtszeit wurden Fahrzeuge wie ein TLF oder ein Rüstwagen ausgetauscht. Weiterhin fand ein groß
angelegter An- und Umbau des Feuerwehrhauses an der Konrad-Adenauer-Straße statt. 2005 wurde ein
neuer Sozialtrakt an das vorhandene Gebäude angesetzt. Hier sind Waschräume für die Feuerwehrmänner
und -frauen sowie Waschmaschinen zur Reinigung der Einsatzbekleidung der Stadtfeuerwehr Langenhagen
untergebracht. Von Ende 2006 an wurde die ehemalige Rettungswache der Johanniter Unfall-Hilfe zu
neuen Büroräumen der Stadt-, Orts- und Jugendwehrführung umgebaut. Zusätzlich bekamen die
Stadtgerätewarte ebenfalls ein neues Domizil. In den neuen Räumlichkeiten wurde auch eine
Atemschutzwerkstatt mit einem Kompressor zum Füllen von Atemluftflaschen geschaffen.
Ab Oktober 2007 begann für die Kameraden der Ortsfeuerwehr eine neue Ära in Ihrer fast 115 jährigen Geschichte. Dann übernahm Regine Rust-Wesener als erste Frau die Amtsgeschäfte als Ortsbrandmeisterin.
Text : Karl Heinz Scharnhorst 10/03 (entnommen aus Feuerwehr Journal 10/03)
Aktualisiert von O. Schütte 04/07
